Maschinelle Informationsverarbeitung

Bei der maschinellen Informationsverarbeitung werden durch Messung aufgenommene und / oder durch Menschen eingegebene Informationen in einer zuvor festgelegten Abfolge von Schritten, dem jeweiligen Algoritmus, miteinander verknüpft und bewertet. Die Ergebnisse maschineller Informationsverarbeitung werden anschließend in für Menschen verständlicher Form ausgegeben und / oder als Impulse an nachgeschaltete Instanzen, z.B. einen Steuerkreis, weitergegeben. Von der Informationsausgabe unabhängig können aufgenommene oder eingegebene bzw. verarbeitete Informationen auf einem geeigneten Speichermedium konserviert werden.

Die Ursprünge der maschinellen Informationsverarbeitung liegen in der Mathematik. Als künstliche Symbolsprache verfügt diese über eine begrenzte Anzahl abstrakter Bedeutungsträger – die Zahlen – und ein überschau­bares Regelwerk für deren Verknüpfung.

Die maschinelle Informationsverarbeitung erfolgte zu unterschiedlichen Zeiten mechanisch, elektromechanisch und schließlich elektronisch. Waren anfangs sämtliche Verarbeitungsschritte fest in der Maschine angelegt, wurde bald der Nutzen durch Programmierung beeinflussbarer Algoritmen erkannt. Die heutige maschinelle Informationsverarbeitung umfasst die folgenden Funktionen:

  • Arithmetische Operationen (Berechnungen)
  • Zählen und Sortierung von Datensätzen
  • Verarbeitungsschleifen
  • Vergleiche und logische Bedingungen („bedingte Verzweigungen”)
  • Informationsspeicherung und Speicherauslesung

Insbesondere durch den Siegeszug des Computers und die steigende Vernetzung gehört die maschinelle Informationstechnik gegenwärtig zu den Technikbereichen, welche in nicht unerheblichem Maße die menschliche Daseinsform verändern.